BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Main-Spessart

Stadtrat für Bündnis 90/ Die Grünen
Wolfgang Weis
Brunnenrainstr. 9a
97816 Lohr a. Main
Wolfgang Weis, Brunnenrainstr. 9a, 97816 Lohr am Main Lohr a. Main, den 10.Januar 2013
Herrn
1. Bgm. Ernst Prüße
Schloßplatz 3
97816 Lohr a.Main
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
der Zustrom von Personen die in Deutschland Aysl beantragen hat in den letzten Monaten
stark zugenommen. Die Unterbringung dieser Asylanten wird eine jede größere Kommune
treffen wie die Erfahrungen des letzten Vierteljahres uns gezeigt haben.
Im Hinblick auf die aktuelle Situation in unserer Stadt stelle ich Namens der Fraktion
Bündnis 90/ Die Grünen folgenden Antrag mit der Bitte um Behandlung in der nächsten
Stadtratssitzung:
ANTRAG:
Information des Stadtrates zu folgenden Punkten:
1. Es sollten diverse städtische Gebäude der Regierung von Unterfranken durch die
Stadt angeboten werden um im Gegenzug auf eine Massenunterkunft auf dem BKHGelände
verzichten zu können.
Was ist bisher in dieser Angelegenheit passiert?
Hält die Regierung von Unterfranken an der Unterkunft auf dem BKH fest?
Welche Verhandlungsergebnisse bezüglich städtischer Gebäude liegen bereits vor?
2. Mit einer Bereitstellung von Gebäuden alleine ist es nicht getan. Die Aufnahme von
einer größeren Anzahl von Menschen aus fremden Ländern bedarf einer gezielten
Betreuung am neuen Lebensstandort um sich dort zurechtzufinden.
Ist geklärt wer diese Aufgaben seitens der Regierung übernehmen wird?
Inwieweit ist dabei die Stadt Lohr gefordert und wie soll diese Aufgabe durch die
Verwaltung bewältigt werden?
Sinnvoll wäre die Benennung einer Kontaktperson aus der Verwaltung, die für die
Fragen der Asylbewerber verantwortlich wäre.
3. Wie die Vielzahl von Leserbriefen zu diesem Thema in der örtlichen Presse gezeigt
hat, besteht der Wille und die Bereitschaft von Bürgern sich zu engagieren und die
Integrierung der Asylbewerber zu unterstützen und zu begleiten.
Was gedenkt man an koordinierenden Maßnahmen seitens der Stadt zu
unternehmen, um dieses Potenzial nutzen zu können?
Begründung:
Asylsuchende sollten in den aufnehmenden Ländern nicht auf eine Mauer der Ablehnung
oder des Wegschauens stoßen, sondern eine Willkommenskultur vorfinden, die Ihnen
Hilfestellungen im neuen Lebensumfeld gewährt.
Neben der Bereitstellung von Wohnraum, ist die Eingliederung dieser Menschen eine
Aufgabe der Kommunen. Eine gute Koordinierung der begleitenden Maßnahmen trägt dazu
bei um eine problemfreie und erfolgreiche Integration zum Wohle aller zu ermöglichen.
Viele Kommunen haben sich bereits mit Erfolg dieser Aufgabe gestellt.

www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/b5-reportage/asyl-bayernfluechtling100.


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Mit freundlichen Grüßen
gez. Wolfgang Weis
Fraktionsvorsitzender