BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Main-Spessart

Die Karschter GRÜNEN haben am vergangenen Montag turnusgemäß Vorstandswahlen durchgeführt. Erster Vorsitzender wurde Armin Beck, er löste Heike Metzger ab und sie ist nun 2. Vorsitzende. Im Amt bestätigt wurden Gerhard Kraft als Schriftführer, Wolfgang Tröster als Pressesprecher, Matthias Frädrich scheidet aus dem Vorstand aus und Horst Wittstadt (bisher Beisitzer) wird nun Kassierer. Anja Baier wurde als Beisitzerin neu in den sechsköpfigen Ortsvorstand gewählt. Der neue Vorstand sieht die Karschter GRÜNEN somit sehr gut aufgestellt für die kommenden Wahlen 2013 und insbesondere auch für die Kommunalwahl 2014.

 

Heike Metzger bedankte sich bei allen Aktiven für die geleistete Arbeit im Berichtszeitraum. Die Karschter GRÜNEN waren mit zahlreichen Infoständen zu den Themen Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeinsparung sowie Atomausstieg auf dem Marktplatz präsent. Außerdem gab es weitere Infostände zum Thema Bildung.

 

Armin Beck berichtete über den aktuellen Stand in Sachen B 26n. Bei der Beantragung des Linienbestimmungsverfahrens  sei es inzwischen zu einer erheblichen Verzögerung gekommen. Wie Innenminister Herrmann der Arnsteiner Landtagsabgeordneten Simone Tolle vor kurzem auf Anfrage mitgeteilt hat, sei mit einer Antragsstellung erst zur Jahresmitte 2013 zu rechnen. Nach Verkündung der Landesplanerischen Beurteilung im Dezember 2011 war man seitens der Regierung von Unterfranken noch davon ausgegangen, dass der Antrag bis spätestens Ende 2012 gestellt werde. Beck wertet diese Verzögerung als Zeichen dafür, dass die unzähligen qualifizierten Eingaben seitens der Autobahngegner nicht ohne Wirkung geblieben sind. Er betonte erneut, dass es jetzt um bedarfsgerechte, lokale und regionale Lösungen gehe und nicht um die Durchsetzung einer Transitachse die zusätzlich 30.000 Fahrzeuge durch das Stadtgebiet fahren lasse.

 

Im Vorfeld der Kommunalwahlen planen DIE GRÜNEN eine Klausurtagung, um ihr Wahlprogramm aus dem Jahr 2008 - „Karscht 2020 – Wir denken weiter!“-  fortzuschreiben.

Unabdingbar für den Standort Karlstadt sei der Erhalt des Krankenhauses als Grundversorgungseinrichtung. Stadt- und Kreisrat Gerhard Kraft: „Eine Kreisstadt und Mittelzentrum ohne Krankenhaus, dass geht gar nicht!“ Wenn sich alle gemeinsam für das Krankenhaus einsetzten, dann könne eine tragfähige Lösung gefunden werden. „Wir sind bisher auf einem guten Weg. Es kann gelingen, das Haus zu stabilisieren und ihm eine echte Perspektive zu geben“, gibt er sich zuversichtlich.

 

Für Karlstadt biete der Weg in Richtung nachhaltige und umweltfreundliche Stadt, einmalige Chancen. Der schonende Umgang mit Ressourcen könne die Stadt zukunftsfähig machen. DIE GRÜNEN sehen die Stadt als familienfreundliche und lebenswerte Kleinstadt, in der sich die Menschen wohl fühlten und die notwendige Infrastruktur vorfinden. Mit den Investitionen unter anderem in das Freibad, sei man auf dem richtigen Weg. Viele kleine und mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat für eine stabile Wirtschaft in Karlstadt und im Landkreis. Hier sei die Stadt mit der Überplanung des Hirschfeldgeländes dabei, gerade für kleinere Unternehmen Flächen zur Ansiedlung zur Verfügung zu stellen. Stadtrat Gerhard Kraft sagte: „Es ist nicht der Weltuntergang, wenn bei uns die Einnahmen aus der Einkommenssteuer höher sind als die Gewerbesteuereinnahmen.“ Diese Tatsache zeige nur einen anderen Weg für die Stadt auf, als anderswo. „Wir dürfen auf der einen Seite im Bemühen Arbeitsplätze zu halten und neue anzusiedeln nicht nachlassen, aber gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass wir den Schwerpunkt „weiche Standortfaktoren“, nicht schleifen lassen.“ Mit den schon ansässigen Unternehmen müsse man permanent im Dialog bleiben, um deren Bedürfniss zu wissen und mögliche Entwicklungen zu erkennen. Insbesondere im Dienstleistungsbereich sehen DIE GRÜNEN noch Möglichkeiten neue Unternehmen zu gewinnen, wenn das Angebot der Stadt stimme.

 

Zur diesjährigen Großdemonstration am 21. April 2013 in Grafenrheinfeld am Atomkraftwerk fährt wieder ein Bus aus Main-Spessart. Die Abfahrtszeiten sind: 9 Uhr Marktheidenfeld, Busbahnhof; 9.20 Uhr Lohr, Parkdeck; 9.40 Uhr Gemünden, Bahnhof; 10 Uhr Karlstadt, Bahnhof; 10.30 Uhr Arnstein, Busbahnhof. Die Rückfahrt ist für 17 Uhr vorgesehen.

Der Kostenbeitrag für Erwachsene beträgt acht Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei. Verbindliche Anmeldungen unter: gerd_kraft@remove-this.t-online.de