BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Main-Spessart

Die Lohrer Grünen diskutierten auf ihrer Versammlung am vergangenem Donnerstag im Weinhaus Rose lebhaft über eine verbesserte Verkehrsführung in der Lohrer Altstadt.

Nach Meinung der Grünen wird der innerstädtische Tangentenring (Grabenstraße/Anlagenstraße und Grafen von Rieneck-Str./Haaggasse) nach wie vor im hohen Maße vom Abkürzungsverkehr missbraucht.

Der äußere Tangentenring – B26/ Ost-/ West- und Südtangente wird hierdurch nicht ausreichend genutzt und seiner Entlastungsfunktion dadurch nicht gerecht.

Die Grünen kritisieren, dass Abkürzungsverkehre zu einer unzumutbaren Lärm- und Feinstaubbelastung der Anwohner in den betroffenen Straßen führen. Eine vom Stadtrat gewünschte Aufwertung der altstadtnahen Wohnbereiche ist so nicht möglich. Zudem gefährden Abkürzungsverkehre die Sicherheit der Schulwege zu Grund-, Real- und Berufsschule.

Die Graben und Anlagenstraße ist eine der am stärksten frequentierten Straßen in Lohr. Die Grünen sehen hier erhebliches Konfliktpotential für die Seniorenwohnanlage, dem Erlebnis-Spielplatz und der Erholungsfunktion der Anlage. Alle leiden unter dem hohen Verkehrsaufkommen.

Auch bei einer möglichen Nutzung der Gärtnerturnhalle als kleines Kulturzentrum, dass mit einem Cafe als Verbindungselement an die Anlage angeschlossen werden könnte, muss über die dortige Verkehrsführung nachgedacht werden.

Die Grünen denken auch über eine Erweiterung der Fußgängerzone Richtung Ludwigpassage nach. Spätestens, wenn das Brauereiareal insgesamt einer neuen Nutzung zugeführt wird, könnte die Attraktivität der Altstadt durch eine solche Erweiterung enorm gesteigert werden.

Als Gegenargument wird die Erreichbarkeit des Krankenhauses angeführt. Bei einer Neuordnung bzw. möglichen Anbauten an das Klinikum könnte nach Meinung der Grünen auch hier der Verkehr völlig neu geplant werden, z.B. durch einen Ringschluss über den Horbweg oder durch eine Verlängerung der Haaggasse.

Grüne Ziele einer Neuregelung

  • Gute Erreichbarkeit aller Bereiche der Altstadt mit ihren Geschäften und Gastronomiebetrieben. Niemand will die Altstadt abhängen und die Kundschaft raushalten.

  • Wirkungsvolle Entlastung des inneren Tangentenringes bei Vorrang für den ÖPNV, Taxen und Radfahrer.

  • Abkürzungs- und Durchgangsverkehr muss über den äußeren Tangentenring geleitet werden. Durch die Kreisel am Frauenkloster und der Jahnstrasse, sowie der kreuzungsfreien Abfahrten an der B26 Richtung Bahnhof ( Ohrwatschel) wurde der Verkehr auf den Tangenten wesentlich flüssiger.

  • Gute Verkehrsführung zeichnet sich durch die Stärkung der Wohnqualität in der Altstadt und erhöhter Sicherheit der Schulwege aus.

  • Mögliche Erweiterung der Fußgängerzone

Wie können diese Ziele Erreicht werden ( siehe Plan)?

  1. Die Grabenstraße soll künftig nur noch für Anlieger und den ÖPNV, Taxen und Radfahrer befahrbar sein.

  2. Um zu verhindern, dass ein Abkürzungsverkehr über die „Kaplan-Höfling-Str./Nikolaus-Fey-Weg“Richtung B26 entsteht, ist die Kaplan-Höfling-Straße ebenfalls nur noch für Anlieger und Schulbusse befahrbar. Dies gewährleistet gleichzeitig, dass kein so hoher Verkehr mehr an beiden Schulen vorbei fließt.

  3. Die Anlagenstraße dient künftig als Zubringer für die Bereiche
    „Am Kaibach“, “Südl. Altstadt“ und zu den beiden Schulen. Dabei sollen Einbahnregelungen in der Anlagen-, Erthal- und Gärtnerstraße den Verkehrsabfluss Richtung Forsthof/Westtangente gewährleisten.

  4. Der Zugang in die Obere Altstadt soll für Verkehr aus Steinbach und Sendelbach durch eine Öffnung der Haaggasse vom „Frauenkloster“ bis zur Ludwigstraße möglich sein ( Umkehrung der Einbahnregelung). Um den Abkürzungsverkehr von der Ludwigstraße nach Sendelbach und Richtung Würzburg über die Haaggasse zu unterbinden, wird die Teilstrecke „Krankenhausrempel“ als Einbahnstraße ausgewiesen.
    Auf diesem Teilstück ist künftig nur noch ein Verkehrsfluss von der
    Haaggasse in die Grafen-von-Rieneck-Straße möglich.

  5. Ein Abkürzungsverkehr aus der Grafen-von-Rieneck-Straße RichtungAschaffenburg über die Ludwigstraße ist nicht mehr möglich.

  6. Zur Entlastung der Würzburger Straße soll der Verkehr über die Alte Mainbrücke in Richtung Marktheidenfeld und Industriegebiet Süd weiterhin möglich sein.