BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Main-Spessart

Die jüngste Kreisversammlung von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Main-Spessart begrüßt die Landratskandidatur von Gerhard Kraft (Laudenbach) einstimmig. Kreisvorsitzende Simone Tolle (Arnstein) unterbreitete am vergangen Montag den Vorschlag des Kreisvorstandes in Arnstein den grünen Mitgliedern. Kreisschatzmeister Klaus Hofmann (Burgsinn) verwies darauf, dass Kraft langjährige, kommunalpolitische Erfahrung habe und damit bestens geeignet sei, den Chefsessel im Landkreis zu besetzen. Er wurde am 24. März 1960 in Gemünden geboren. Nach dem Abschluss der Hauptschule und dem Grundwehrdienst absolvierte er eine Ausbildung zum Kraftfahrzeug-Mechaniker, 1992 legte er die Kfz-Meisterprüfung erfolgreich ab. In der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Langenprozelten bearbeitete er in den Achtziger Jahren unter anderem die Themen Umwelt- und Naturschutz sowie Dritte Welt. 1982 trat er bei den GRÜNEN ein. 1990 wurde er in den Gemündener Stadtrat gewählt, wo er bis 2004 tätig war. Seit 1996 ist er Kreisrat, genauso lange ist er auch Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen. Von 1994 bis 2003 war er persönlicher Referent der Landtagsabgeordneten Petra Münzel, seit 2003 ist er in der gleichen Funktion für Simone Tolle tätig. Außerdem war er zwei Jahre Landesvorstandsmitglied und Bezirksvorsitzender seiner Partei. Heute lebt Kraft im Karlstadter Stadtteil Laudenbach.



Kraft nahm eindeutig gegen die Westumgehung B 26 n Stellung. Er ist sich sicher, dass diese Autobahn, die den Landkreis zerschneidet und frühestens in 15 Jahren realisiert sein werde, nur Nachteile für Main-Spessart bringen wird. "Das Monstrum wird erhebliche Eingriffe in Landschaft und Natur zur Folge haben und die Menschen im Kreis mit den Folgen von täglich bis zu 30.000 Fahrzeugen belasten." Das könne niemand ernsthaft wollen. Kraft spricht sich für kleine lokale und regionale Lösungen aus, die auch kurzfristig erhebliche Verbesserungen bringen könnten. Einer dringenden und schnellen Verbesserung bedürften nach seiner Auffassung die Verbindungen von Marktheidenfeld nach Karlstadt und Zellingen. Er ist davon überzeugt, dass diese unsinnige Planung B 26 n alle Finanzmittel zum Beispiel für den Bau von Ortumgehungen im Werntal bindet. Kraft; "Diese Straße ist ein Verbrechen an der örtlichen Bevölkerung und an unserer liebenswerten Heimat." Der Widerstand werde sich zusehens organisieren und immer mehr Menschen werden sich dem anschließen.

Vorsitzende Tolle informierte über die Planungen für das Wahljahr 2008. DIE GRÜNEN im Kreis seien sehr gut aufgestellt. Im Gegensatz zu den anderen Parteien und Gruppierung, die viele Altgediente in den Ruhestand schicken, könnten DIE GRÜNEN mit einem erfahrenen Team antreten, dass sich in den vergangenen Jahren bewährt habe. "Unser Einfluss muss nach der nächsten Kommunalwahl größer sein als bisher", gab sie das Ziel vor. "Wir mainspessarter GRÜNE stellen mit ihr eines von zwei Landtagsmandaten und mit Bärbel Imhof (Lohr) die einzige grüne Bezirksrätin in Unterfranken. Wir haben bei allen Wahlen zugelegt. Wir wollen auch im Landkreis entscheidend mitbestimmen", zeigt sie sich selbstbewusst. Zur Erarbeitung des Kreistagswahlprogrammes wurde eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Simone Tolle eingesetzt. Die Bereiche Wirtschaft, Bildung, demographische Entwicklung und Frauen bearbeitet sie selbst. Den Bereich Verkehr bearbeitet Wolfgang Rupp (Zellingen). Die Bereiche Fremdenverkehr/Tourismus und Wasser werden von Gerhard Kraft bearbeitet. Klaus Hofmann wird den Bereich strukturschwache Räume im Landkreis bearbeiten. Heike Metzger (Karlstadt) bearbeitet die Bereiche Land- und Forstwirtschaft.

Der grüne Kreisverband wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Grund genug richtig zu feiern, meinte der Kreisvorstand. "Wir werden dieses Jubiläum im September gebührend begehen", sagte die Kreisvorsitzende Simone Tolle. Neben Musik und wenigen Redebeiträgen unter anderem vom Landesvorstand, sei auch viel Zeit für Gespräche über 25 Jahre GRÜNE in Main-Spessart eingeplant.

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