BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Main-Spessart

Am Montag trafen sich die Mitglieder und Anhänger von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Schönen Aussicht in Marktheidenfeld, zur Aufstellung der Stadtratsliste. Als Versammlungsleiter konnte Landratskandidat Gerhard Kraft, Laudenbach, gewonnen werden und er wurde einstimmig dazu gewählt. Nach dem Erledigen der Formalitäten, stellten sich die KandidatInnen vor. Stadträtin Ruth Haag bedankte sich bei allen für ihre Bereitschaft, auf der grünen Liste zu kandidieren. Sie war erfreut über die vielen Ideen und Anregungen, die die BewerberInnen eingebracht haben. Haag stellte fest: "Es gibt einen großen Informationsbedarf bei unseren Bürgerinnen und Bürgern, zu vielen Themen der Stadtpolitik. Das bedeutet, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung und des Stadtrates verbessert werden muss." Sie sprach sich auch für eine bessere Anbindung aller Stadtteile an den ÖPNV aus. Als Ziel der Marktheidenfelder GRÜNEN gab sie den Einzug in den Stadtrat in Fraktionsstärke (also mind. 2 Stadträte) aus. "Die vier Spitzenkandidatinnen und Kandidaten werden sich mit verschiedenen Wahlversammlungen und Informationsabenden den Wählerinnen und Wählern vorstellen", kündigte Haag an.


Alpaslan (Assi) Cakir, wünscht sich, dass das Bürgerbüro im zukünftigen Rathaus auch als Wegweiser für Fragen aller Art für die Bevölkerung fungiert. Weiterhin möchte er, dass kein Schulabgänger ohne Lehrstelle bleibt und dafür sollte der Arbeitskreis Schule und Wirtschaft aktiviert werden. Die Stadt müsse noch stärker als bisher für die Ansiedelung von Gewerbebetrieben werben.

Franz Bils ist der Meinung, dass bei allen zukünftigen Großprojekten in der Stadt Marktheidenfeld im Vorfeld eine Bürgerbefragung oder gar ein Ratsbegehren durchgeführt werden müsse. Als Familienvater spricht sich Bils für eine fußgänger- und familienfreundliche Innenstadt aus. Der Autoverkehr sollte verlangsamt werden. Dies könnte durch den Einbau von Straßenschwellen oder Blumenkübel und andere kleinere bauliche Maßnahmen geschehen.

Dirk Liebler vertritt die Ansicht, wenn der Staat schon zu wenig für die Kinder tue, dann müsse sich die Stadt auf diesem Gebiet stark machen. Er forderte daher gebührenfreie Kindergärten in der gesamten Stadt.

Die Versammlung beschloss bei einer Gegenstimme, so wie bei den vergangenen Wahlen, eine Listenverbindung mit der SPD einzugehen.

Sechs Frauen und sieben Männer mit einem Altersdurchschnitt von knapp 42 Jahren stellen sich den Wählern:

1-3) Ruth Haag, 43, Gärtnerin Stadträtin (Glasofen)
4-6) Alpaslan Cakir, 41, Freiberufler
7-9) Franz Bils, 44, Fertigungsmeister
10-12) Dirk Liebler, 40, Selbstständig
13-14) Katja Fischer, 41, Goldschmiedemeisterin
15-16) Georg Simon, 56, Nachhilfelehrer
17-18) Suzanne Freudenberger-Krause, 41, Angestellte (Oberwittbach)
19) Thomas Fries, 49, Dipl.-Informatiker
20) Ute Zimmermann, 40, Montagearbeiterin
21) Werner Simon, 53, Diplom-Gärtner
22) Sabine Marschall, 43, Kellnerin (Zimmern)
23) Philipp Herzog, 22, Student
24) Corinna König, 32, Erzieherin

Landratskandidat Kraft, gratulierte den Hädefelder GRÜNEN zur Liste und bot seine Unterstützung im Wahlkampf an. Er sprach sich für den Aufstieg aus und forderte den Freistaat auf wenn nötig in die Vorfinanzierung zu gehen, falls der Bund sich nicht schnellstens entscheidet. Er wies darauf hin, dass Marktheidenfeld nicht die Autobahn B 26n brauche, sondern eine Verbesserung der Anbindung nach Karlstadt und Zellingen.