GRÜNE analysierten die Bundestagswahl im Wahlkreis
Kreisvorsitzender Gerhard Kraft (Laudenbach) zeigt sich höchst zufrieden über das grüne Ergebnis.
„Wir haben alles richtig gemacht. Wir haben auf einen jungen Kandidaten gesetzt, wir haben unsere Inhalte (Klimaschutz, Atomausstieg, Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur genauso wie mit den Finanzen und die gerechte Teilhabe) zum Thema gemacht. Und: Wir haben gewonnen.“
Nach den kontinuierlichen Zugewinnen bei den Wahlen in den vergangenen Jahren seien DIE GRÜNEN nun auch bei den Zweistimmen einer Bundestagswahl in MSP zweistellig geworden. Dies treffe für 18 der 40 politischen Gemeinden im Landkreis Main-Spessart zu. In sieben weiteren könne man Ergebnisse deutlich über neun Prozent verbuchen. Auch im Landkreis Miltenberg seinen die Zugewinne mit plus drei Prozent sehr beachtlich. Landtagsabgeordnete Simone Tolle (Arnstein) stellte fest: „Wir wachsen langsam, aber stetig und somit nachhaltig.“ Die jahrelange Arbeit in den Kommunen und den übergeordneten Ebenen habe sich ausgezahlt.
Großes Lob und viel Anerkennung erhielt Direktkandidat Heiko Schmidt (Urspringen). Als jüngster sei er der Aufsteiger dieser Wahl. Beim ersten Antritt 9,5 Prozent der Erststimmen (+ 3,5%) zu holen, sei ein Wort. In seiner Heimatgemeinde Urspringen kam Schmidt auf 14,8 Prozent. Den meisten Zweitstimmenzuspruch erhielten DIE GRÜNEN in Steinfeld mit 13,2 Prozent, in Hafenlohr (13,0 %) und in Zellingen mit 12,6 Prozent. „Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass es echte Stimmenzuwächse sind“, betont Kreisvorsitzender Kraft. Ein Plus von 2172 Zweit- und von 4447 Erststimmen könne sich sehen lassen. „Damit sind wir bei den Erstimmen klar drittstärkste Kraft.“ Schön sei auch, dass man in Trennfeld sogar an zweiter Stelle hinter der Union liege. Kraft mit einem Augenzwinkern: „Das ist auch unser Ziel im Kreis und in Bayern.“ Dass dies gar nicht so Utopisch sei, hätten schon im Sommer die Europawahlergebnisse in Bayern gezeigt. „Wir werden unseren gradlinigen und von Sachpolitik geprägten Weg weiter gehen“, versprach er. Im Bund kämen nun wieder die großen „grünen Themen“ wie Atomkraft, Klimaschutz aber auch die sozial Gerechtigkeit auf die Tagesordnung. Dort könnten nun 10 Grüne aus Bayern (gesamt 68) noch mehr für das Land bewegen. Dass die Union so stark verloren habe, sei kein Zwischentief. Kraft ist sich sicher: „Eine Partei, die gleichzeitig Regierung und Opposition ist, die zum Beispiel zugleich für und gegen Gentechnik in der Landwirtschaft ist, die hat ihren Kredit bei den Wählern verspielt.“ Die Umfrageergebnisse zur Glaubwürdigkeit der Parteien lassen grüßen.
Für Heiko Schmidt mit seinen 21 Jahren sah Kraft alle Weg in der Partei offen. Schmidt wiederrum erklärte, dass das Ergebnis Ansporn für ihn sei und die Kandidatur ihm viele neue Erfahrungen gebracht habe. Er möchte sich nun verstärkt auch auf Landes- und Bundesebene einbringen.
Heiko Schmidt vertritt die Kreisgrünen beim Bundesparteitag am 24./25. Oktober in Rostock. Zur Landesversammlung nach Bamberg Ende November fahren: Franziska Fröhlich (Karlstadt); Heiko Schmidt (Urspringen) und Erich Hinderer (Thüngen). Als Ersatzdelegierte wurden Simone Tolle und Gerhard Kraft gewählt.
zurück



Mehr>>>


