Auf dem Foto die grünen Kreisräte: Simone Tolle, Gerhard Kraft, Heike Metzger, Bärbel Imhof, Horst Wittstadt. (im Hintergrund Frau Dr. Winkler)

Die grüne Kreistagsfraktion traf sich vergangene Woche zum Informationsaustausch im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Marktheidenfeld.

Im MVZ sind die Fachgruppen Neurologie (Dr. Elisabeth Künstler) Psychologische Psychotherapie (Dr. Dipl. Psych. Kerstin Pechtold) und Gynäkologie (Sabine Winkler) vertreten. MVZ-Leiterin, Dr. Pechtold und Klinikreferent Ottmar Kliegl, versicherten in einer ersten Bilanz der erst seit einigen Wochen bestehenden Einrichtung, dass alles nach Plan laufe. Frau Dr. Pechtold bestätigte, dass das MVZ von den Patienten vor allem in den Fachbereichen Neurologie und Psychologische Psychotherapie gut angenommen werde.

Fraktionsvorsitzender Gerhard Kraft (Laudenbach) zeigte sich mit der Entwicklung innerhalb der kurzen Zeit seit der Öffnung zufrieden, beweise die Auslastung doch, dass es ein Vakuum im Landkreis gegeben habe. Man könne bei einer solch neuen Einrichtung frühestens nach drei Jahren wirklich Bilanz ziehen. Bei einem Rundgang durch die Räume überzeugten sich Kraft und die Fraktionsmitglieder MdL Simone Tolle (Arnstein), Bärbel Imhof (Lohr), Heike Metzger (Karlstadt) und Horst Wittstadt (Laudenbach) von der guten Ausstattung der Praxen. „Das MVZ ist eine Möglichkeit für die flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Main-Spessart“, stellte Kraft fest.

Anschließend informierte Klinikreferent Ottmar Kliegl über die Entwicklung des Eigenbetriebes Klinikums Main-Spessart im ersten Halbjahr 2009. Die Auslastung des Klinikums mit den Krankenhäusern in Lohr, Marktheidenfeld und Karlstadt liege im Plan. Die wirtschaftliche Situation der Senioreneinrichtungen des Eigenbetriebes in Gemünden und Marktheidenfeld entwickle sich auf Grund des immer höheren Personalaufwandes (z.B. auch für die umfangreiche schriftliche Dokumentation in der Pflege) ins Negative. Zwar sei die Auslastung der Heime gut, die Refinanzierung der gestiegenen Personalkosten lasse sich aber nicht durch eine Erhöhung der Bewohnerentgelte oder durch Einsparungen beim Personal erreichen, erfuhren die grünen Kreisrätinnen und Kreisräte. Die grüne Kreistagsfraktion will in jedem Fall, dass die Senioreneinrichtungen und die Krankenhäuser des Eigenbetriebes im Tarifverbund des Öffentlichen Dienstes verbleiben. Man müsse in den Abläufen und vor allem beim Energieverbrauch nach Einsparmöglichkeiten suchen.

Kraft versicherte für seine Fraktion, dass sie ohne wenn und aber hinter dem erfolgreichen Gesamtkonzept stehe und lobte das große Engagement des gesamten Personals in den Eigenbetrieben. Als äußerst positiv stellte er den offenen Dialog zwischen Klinikleitung und den politischen Entscheidungsträgern heraus.

 
 
 

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